Mexiko – Palenque

Nachdem wir unsere Fahrt nach Palenque verdaut hatten, machten wir uns schnellstens auf den Weg zu unserem Hostel. Palenque ist eine sehr kleine Stadt und deshalb hatten wir auch schon nach 5 Gehminuten unser Hostel erreicht. Wir hatten ein recht großes Doppelzimmer und das war uns diesmal auch sehr wichtig, denn es war zum ersten Mal Wäsche waschen angesagt. Nachdem wir unsere Wäscheleine vorsorglich quer durch das Zimmer gespannt hatten (wir hegen irgendwie ein großes Misstrauen gegenüber Trocknern), machten wir uns auf die Suche nach einer Wäscherei. Wir irrten durch die kleinen Gassen und wurden nach einiger Zeit fündig. Eine halbe Stunde später, konnten wir uns dann mit duftender Wäsche auf den Weg zurück machen.

Aber was macht man denn nun mit einem solch angebrochenen Tag? Klar, Ruinen besichtigen. Wir schnappten uns einen Collectivo von der Hauptstraße, welches uns direkt zum Eingang der Ruinen brachte. Palenque ist sehr eindrucksvoll und gefiel uns persönlich viel besser als Chichen Itza oder Tulum. Es ist dort bei weitem nicht so überlaufen. Die Ruinen liegen mitten im Dschungel und bei brütender Hitze und einer ungeheuren Luftfeuchtigkeit, macht einem das manchmal recht zu schaffen. So kämpften wir uns von Gebäude zu Gebäude. Das tolle an Palenque ist, dass man die Gebäude (noch) betreten darf. Man kann so die gut erhaltenen Strukturen genau erkunden und manchmal entdeckt man sogar noch das ein oder andere Wandgemälde.


Die Ruinen von Palenque.


Am Abend irrten wir noch etwas durch sehr belebten Straßen. Wir stoppten irgendwann, aus reiner Neugierde, bei einer Karaokebar. Uns war vorher schon aufgefallen, dass es in Mexiko absolut keine Rolle spielt, wie schief ein Mensch singt. Hier wird einfach komplett ohne Scham aus vollstem Herzen ein Liedchen geträllert. Wir tranken unser kühles Corona und waren mächtig amüsiert.

Am zweiten Tag brauchten wir eine Abkühlung. Nicht unweit von Palenque kann man einige Wasserfälle besichtigen. Die berühmtesten sind wohl die „Agua Azul“. Da wir aber nicht so auf überlaufende Touristenattraktionen stehen, machten wir uns auf zu den etwas unbekannteren „Roberto Barrios“. Wir hatten den Tipp von anderen Backpackern bekommen und konnten uns glücklich schätzen. Es gab hier kaum Tourismus und für gerade mal 20 Pesos (1 Euro) Eintritt, konnten wir uns auf dem Gelände frei bewegen. Wir liefen die kompletten Wasserfälle ab, holten uns in den verschiedenen Becken unsere Abkühlung und waren erstaunt von der Schönheit der Natur.


Cascadas de Roberto Barrios.


Am Abend hatten wir vermutlich eines unsere besten Abendessen in Mexiko. Uns war schon vorher aufgefallen, dass ab dem frühsten Morgen in jeder Straßenecke von Palenque Hähnchen gegrillt wird. Wir waren schon recht spät dran, hatten aber noch Glück eines der vermutlich letzten Portionen Hühnchen in Palenque zu erwischen. Für einen unglaublichen Preis von 30 Pesos (1,5 Euro) drückte uns die Frau ein halbes Hähnchen, 6 Tortillas, eine Portion Reis, eine Portion Bohnen, eine große gegrillte Paprika, gegrillte Zwiebel, Tomatensalsa und grüne Chillisoße in die Hand. Damit hatten wir jetzt irgendwie nicht gerechnet. Wir machten uns dann glücklich auf den Weg zu unserem Hotel und verspeisten alles auf dem Dach, während vor uns die Sonne unterging.


Die Dachterasse unseres Hostels. 


 

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