Mexiko – San Cristobal de las Casas

Da wir nach unserem letzten Erlebnis nicht gerade Lust auf eine Übernacht-Fahrt hatten, traten wir schon recht früh unsere Reise nach San Cristobal an. Nach zwei sehr heißen Tagen in Palenque freuten wir uns auf eine Abkühlung, denn San Cristobal de las Casas liegt auf 2100 Metern Höhe und hat ein dementsprechend kühles Klima.

8 Stunden und ungefähr 80000 Kurven später kamen wir endlich an und liefen zu unserem Hotel. Das waren dann 2 km mit unserem gesamten Gepäck (Vanessa: „Ist es weit?“ Sebastian: „Ne ne, das können wir locker laufen.“). Unsere Unterkunft war ein wirklich süßes Boutique-Hotel, dass von einer Maya Frau geführt wird. Die Betten waren so unglaublich gemütlich. Aber bei dieser „Kälte“ braucht man natürlich auch ein richtig kuscheliges Schlafgemach mit dicken Decken.

Am Nachmittag gönnten wir uns dann erstmal einen Kakao. Eine typische mexikanische „Chocolate“. Sebi konnte den Hals nicht so wirklich voll bekommen und bestellte sich sein Getränk mit 60% Kakao. Schmeckte eher gewöhnungsbedürftig. Bevor wir dann abends ein wenig durch die Bars zogen, gab es noch Pozole, einen Eintopf mit nixtamalisierten Maiskörnern. Ein sehr traditionelles mexikanisches Gericht.


Der hübsche kleine Kakaoladen in San Cristobal (und Vanessa, die mit ihrer Mutter telefoniert)


San Cristobal ist für seine belebte Bar- und Hippie-Szene bekannt. Wir beschlossen also das Nachtleben zu erkunden und ein paar Craft-Biere aus der Region zu kosten. Unser absoluter Favorit war die Bar „La Catrina“. Es gibt super günstiges Bier, Mezcal und Live-Musik. Wir durften dort Zeuge eines Konzertes der schlechtesten Surf-Band werden, die wir je gehört hatten. Es war in jedem Fall sehr amüsant, aber irgendwann schmerzten uns einfach die Ohren. Der Mezcal gab uns dann den Rest und wir torkelten glücklich nach Hause.


Bier und Mezcal in der Bar „La Catrina“. Typischerweise bekommt man zum Bier immer einen kleinen Snack.


Am nächsten Morgen zogen wir los um ein wenig die Stadt zu erkunden. Wie es der Zufall so wollte, trafen wir auf dem Weg zwei alte Bekannte. Tómas und Lucy aus Valladolid. Wir machten gleich ein Date für den nächsten Tag aus.

Nach der typischen, obligatorischen Sichtung von Kirche und Co., machten wir uns auf den Weg zum Markt. Wir hatten schon einiges über den Markt in San Cristobal gelesen. Denn es ist wirklich ein kleines Erlebnis. Der größte Markt, den wir bis dahin gesehen hatten, wahnsinnig bunt und lebendig. Man kann hier alles kaufen, Fleisch, Obst, Gemüse, Gewürze, Textilien, Elektronikartikel, diverse Raubkopien und und und…


Zwei der unzähligen Kirchen in San Cristobal de las Casas und der belebte Markt.


Da das ganze Gewandere bekanntlich hungrig macht, erstanden wir einen Maiskolben und eine fritierte Banane, welche jedoch von Vanessa nach zwei Bissen aus Versehen in eine Pfütze katapultiert wurde. Wir brauchten also immer noch etwas Essbares. Zum Glück wussten wir von einem kleinen Geheimtipp in San Cristobal. Dem Restaurant „Alebrije“. Ein typische „Cocina economica“, also genau richtig für unseren kleinen Geldbeutel. Das Essen war so gut, dass wir noch zwei Mal wieder kamen.

Die zwei darauffolgenden Tage verbrachten wir mit Ausflügen nach „San Juan Chamula“ und dem Canyon „del Sumidero“. Leider machten sich dann am Ende des letzten Tages die gefürchteten Probleme mit dem Verdauungssystem breit. Wir wussten, dass wir nicht verschont bleiben. Vielleicht ist es der letzte Taco gewesen? So verbrachten wir noch einige Zeit in unserem kuscheligen Bett, bevor wir dann am nächsten Tag unsere lange Reise nach Oaxaca antraten.

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