Kolumbien – Bogota

Nachdem wir uns in Barichara ein bisschen entspannt hatten, machten wir uns auf in Richtung Hauptstadt. Wir fuhren mit dem Nachtbus und kamen deshalb schon sehr früh in Bogota an. Die meisten Hostels für Backpacker befinden sich im Altstadt Bezirk „La Candelaria“. Dies ist auch eine der besten Gegenden für Touristen. In Bogota gibt es einige Bezirke, die man nur mit einem Local betreten sollte. Darauf sollte man auf jeden Fall achten. Als wir so früh morgens in den Straßen von „La Candelaria“ ankamen, war es wirklich erschreckend still.


Eine der beliebtesten Straßen Bogotas in „La Candelaria“.


Wir hatten uns kein Zimmer reserviert, da wir wussten, dass die Hostels in Bogota ziemlich gewöhnungsbedürftig sein können oder sehr teuer. In solch einer Situation, sollte man die ganze Sache besser erstmal persönlich beurteilen. Deshalb wandelten wir in aller Früh in den Straßen der Altstadt herum und suchten nach einer Bleibe. Bei der zweiten Adresse fühlten wir uns dann wohl und blieben, jedoch waren wir hier wieder die einzigen Gäste. Aber alles hat seinen Vorteil, denn wir konnten so direkt unser Zimmer beziehen und ein kleines Nickerchen machen.


Schach spielt eine sehr große Rolle in Kolumbien. 


Nach einer kleinen Mütze Schlaf, machten wir uns auf den Weg in Richtung der wuseligen Innenstadt. Wir sahen uns das Einkaufsviertel an und waren danach ein wenig Reizüberflutet. Da half nur eine Arepa mit Käse und Chorizo. Am Abend waren wir zugegebenermaßen ein wenig Lustlos und gingen deshalb ziemlich früh ins Bett.


Das Parlament in Bogota. 


Am zweiten Tag besuchten wir das berühmte Goldmuseum. Wir verbrachten einige Stunden hier, denn es ist wirklich riesig. Die Exponate sind dafür umso schöner und erzählen eine wahnsinnig interessante Geschichte. Sehr oft standen wir ziemlich erstaunt vor den Vitrinen. Da Bildung jedoch bekanntermaßen ziemlich hungrig macht, gingen wir danach auf eine kleine Streetfood Tour. Kaffee, gefüllte Waffeln, Arepas, Chorizo und Co. kann man sich nämlich in Bogota nicht entgehen lassen.

Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns wieder auf in Richtung „La Candelaria“. Dies ist nämlich der beste Bezirk für die Abend- und Nachtstunden. Die kleinen Gassen im Norden erwachen dann erst richtig zum Leben. Wir genossen ein wenig das wirre Treiben und setzten uns dann in eine Bar um das traditionelle Getränk Chicha zu probieren, ein fermentiertes Maisgetränk. Ziemlich sauer, aber wie schon die Pulque in Mexiko, ist auch Chicha absolut unser Fall. Vor allem mit Mangogeschmack.


Buntes Treiben in „La Candelaria“ und das beste Streetfood. 


Am nächsten Tag machten wir die berühmte Free Walking-Tour durch Bogotá. Wir klapperten wichtige Sehenswürdigkeiten wie den die Iglesia de Santa Marta, den Präsidentenpalast und den Palast der Justiz ab. Es gab Kaffee, Streetfood und jede Menge tolle Informationen über die Geschichte Bogotas. Am Ende gingen wir sogar in ein kleines Café um Tejo zu spielen, ein in Kolumbien weit verbreitetes Spiel, bei dem man mit einer Art Puk, ein mit Schießpulver gefülltes Paket treffen muss. Wenn es knallt, dann bekommt man einen Punkt. Den Abend verbrachten wir in einer der vielen Bars der „Bogota Craft Beer Company“ und genossen unser Lieblingsgetränk.


Tejo spielen macht ziemlich viel Spaß. Aber nicht erschrecken wenn es knallt.


Am vierten Tag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Aber jedoch nicht, ohne die berühmte Streetart Tour zu machen. Wir hatten unseren Bus in Richtung Tatacoa Wüste extra so gebucht, dass wir diese noch ohne Probleme unterbringen konnten. Das war auch eine sehr gute Entscheidung, denn es war eine der schönsten und interessantesten Touren, die wir bis dahin gemacht hatten.


Die Iglesia de Santa Marta. 


 

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