Indien – Manali

Unsere letzte Station in den Himalayas war Manali. Von Dharamshala fuhren wir wieder mit dem Nachtbus und kamen deshalb in aller Frühe dort an. Die Busstation lag etwas außerhalb und da kein Tuk Tuk Fahrer sich auf einen vernünftigen Fahrtpreis einlassen wollte, liefen wir die 3 km zu unserem Hostel. Wir wurden direkt mit einer absolut fantastischen Aussicht auf die Berge belohnt.

Unser Zimmer war glücklicherweise schon fertig und wir konnten ein bisschen Schlaf nachholen, bevor wir uns in das Getrubel stürzten. Da wir in Dharamshala so eine gute Erfahrung mit dem Roller gemacht hatten, dachten wir uns, dass es einfach die beste Fortbewegungsart in Indien ist. Wir gingen deshalb ins Dorf und liehen uns für die nächsten 3 Tage einen Scooty aus.


Blick von unserer Dachterasse.


Wir fuhren erstmal in die kleine Nachbargemeinde Vashist. Hier gab es eine kleine süße Bäckerei, in der wir erstmal ein Stück Kuchen aßen und einige Zeit das wilde Geschehen beobachteten. Es war nämlich jede Menge los. Hunderte von Besuchern strömten in den Tempel und die heißen Quellen. Wir machten einen kleinen Spaziergang. Baden wollten wir nicht, das Wasser war zwar sehr schön warm, aber es roch ziemlich unangenehm. Wir schauten uns die Tempel und die alten Bauernhäuser an.


Traditionelle Bauernhäuser in Manali.


Wir setzten unsere kleine Tour dann in Richtung Rohtang Pass fort. Wir fuhren einfach so weit, bis es nicht mehr ging. Eigentlich hatten wir das nicht geplant, aber das Wetter und die Aussicht waren einfach so herlich. Es roch richtig nach Herbst und jeden Meter, den wir weiter nach oben stiegen, wurde es ein bisschen kälter.


Auf dem Weg zum Rothang-Pass.


Am nächsten Tag fuhren wir zum Wandern ins Solang Valley. Wir stellten unseren Roller an der Straße ab, überquerten einen kleinen Fluss und liefen in ein abgeschiedenes Dorf am Hang. Es war ein kleines Bauerndorf mit schmalen Gassen und hohen Häusern. Es gab keinerlei motorisierten Verkehr, man kann hier alles nur zu Fuß erreichen. Die Bauern stellen neben Milchprodukten, hauptsächlich Hasch her. In den Himalayas ist der Anbau von Marihuanna sehr üblich. Obwohl der Konsum in Indien offiziell verboten ist, gibt es scheinbar für manche Regionen spezielle Ausnahmen. So wird in Himachal Pradesh traditionell Marihuanna angebaut, Hasch hergestellt und konsumiert. In anderen Regionen ist der Konsum von sogenanntem Bhang (ein Produkt aus Blättern und jungen Blüten) für kulturelle und spirituelle Zwecke legal.


Das Solang Valley.


Von dem kleinen Dorf aus liefen wir auf einen großen Hang. Wir hatten hier eine fantastische Aussicht und bestes Wetter. Wir legten uns einfach für ein paar Stunden ins Gras und genossen den Blick auf die Berge.


Wunderbare Aussicht.


An unserem letzten Tag, genossen wir erstmal ein kleines Frühstück mit Aussicht. Unser Hostel hatte eine wirklich wunderbare Dachterasse mit Blick auf die Berge. Dazu gab es köstlichen Chai und Pharanta mit Pickle. Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Roller Tour und probierten den berühmten Apfelsaft der Region. Viel zu süß für unseren Geschmack. Zum Abschluss gingen wir noch ein bisschen shoppen. Vanessa kaufte sich Stoff für eine traditionelle indische Kleidung (Salwar Kameez). Am Abend stiegen wir dann auch schon wieder in den nächsten Bus.

Ein Kommentar zu “Indien – Manali

  1. liebe Vanessa ,
    vielen Dank für die schönen Bilder und die tollen Berichte . Wir beneiden Dich richtig um die vielfältigen Erlebnisse . Wir finden es toll , das Du diese Unternehmungen jetzt durchführst , denn später kommt man meistens doch nicht mehr dazu . Viel Glück und Spaß weiterhin ,
    Liebe Grüße von Amely und Friedrich .
    P.S. Wo hast Du denn Sebastian gelassen und wer ist der komische Einsiedler da neben Dir ?

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