Malaysia – Cameron Highlands

Unendlich weite Teefelder. Das klingt wie ein wunderschönes Ausflugsziel. Ist es bestimmt auch, wenn es nicht ständig schütten würde wie aus Eimern. Aber wer uns gut kennt, der weiß genau, dass wir das Beste daraus gemacht haben.

Wir kamen an einem sehr verregneten Nachmittag an. Wir stiegen aus dem Bus und bekamen direkt ein paar Frostbeulen. In den Cameron Highlands ist es nämlich ziemlich kühl. Wir liefen bibbernd zu unserem Hostel und wurden dann erstmal in getrennte Dorms gesteckt. Na toll.

Der Tag war noch jung und wir machten einen kleinen Spaziergang im kühlen Nass. Wir liefen zu einem kleinen Wasserfall und waren ziemlich angenervt. Denn es war einfach nur total verdreckt, überall lagen Müllberge. Indien-Flashbacks und immer wieder die Frage, muss denn sowas wirklich sein?

Auf unserem Rückweg fing es dann so sehr an zu regnen, dass wir in einer Drogerie vor den Wassermassen Schutz suchten. Nachdem wir uns dann mit dem obligatorischen Tigerbalm eingedeckt hatten, fiel unser Auge auf die riesige Anzahl an „Steamboat“ Restaurants. Wir bestellten eine Portion für zwei und bekamen so viel zu Essen, dass wir am Ende fast platzten. Ein riesiger Topf, eine Seite mit Tom Yam und die andere mit Hühnerbrühe. Ein Teller mit verschiedenen Nudeln, Eiern, Tofu. Ein Teller mit Gemüse und allen erdenklichen Sorten Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten. Wir haben uns beim Essen bestimmt ziemlich dämlich angestellt, aber es war furchtbar lecker und für 8 Euro super günstig.


Der Berg an Leckereien für unser Steamboat.


Am nächsten Tag mieteten wir uns einen Roller. Wir fuhren zu den nahegelegenen Teefeldern und machten einen kleinen Spaziergang. Die Aussicht ist wirklich toll und man kann sich in diesen unendlichen Weiten sehr leicht verlieren.


Teeplantagen sind eine großartige Kulisse, auch bei Regen.


Eigentlich hatten wir auch noch geplant, im Nebelwald ein wenig wandern zu gehen. Als wir jedoch dort ankamen, waren ein Großteil der Wege wegen Baustellen nicht begehbar. Außerdem regnete es extrem stark und zwar von allen Seiten. So kehrten wir um und fuhren zu einem der großen Teehäuser. Es war Sonntag und einfach nur die absolute Hölle los. Es brauchte 20 Minuten, bis wir endlich am Tresen zwei verschiedene Tees und ein Stück Kuchen bestellen konnten. Dafür, dass so ein wahnsinniges Theater um diesen Tee gemacht wird, ist er ziemlich geschmacksfrei. Wir sind Teetrinker, vor allem Schwarz- und Grüntees, wir haben schon viel probiert und furchtbar viel Geld ausgegeben. Wir waren ehrlich gesagt, ziemlich enttäuscht, im Vergleich dazu, war der Tee der indischen Teeplantage, einfach nur ein reinster Genuss. Dafür war der Kuchen absolut köstlich.


Wir kamen doch noch zu unserer kleinen Wanderung.


Gestärkt machten wir uns auf zu unserer alternativen Wanderroute. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und wir wollten uns noch ein bisschen mehr bewegen. Sie führte uns durch einen schönen Blumengarten und dann in ein kleines Stück Wald. Als es langsam anfing zu dämmern, machten wir uns auf den Rückweg. Der nächste Regen lies dann auch nicht mehr allzu lange auf sich warten.


Zur Abwechselung mal dick eingepackt: wir.


Weil uns das Regenwasser bis zum Halse stand und uns vielleicht auch ein bisschen zu kalt war, planten wir unsere Weiterfahrt für den nächsten Tag. Es sollte nach Georgetown gehen.

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