Mexiko – Ciudad de México

4 Tage Mexiko City. Nennt uns bescheuert, aber wir alten Großstädter freuten uns ziemlich doll. Wir fuhren also mit dem Bus von Puebla in die große, große Stadt. 18 Millionen Menschen. Das kann man sich nicht so wirklich vorstellen. Riesige Vorstädte mit großer Armut, bei deren Anblick man auf Anhieb versteht, woher diese beängstigenden Kriminalitätsstatistiken kommen. Aber naja, wir waren ja auf dem Weg in die Innenstadt. Hier sollte es eigentlich relativ sicher sein. Am Busbahnhof angekommen, stiegen wir direkt in die Metro. Es war brechend voll. Während unserer Fahrt versuchten sie zwei Mal Sebis Portemonnaie aus der Tasche zu schieben, aber da wir ja solche Dinge schon aus Berlin gewohnt waren, konnten wir den Möchtegern-Dieben schön auf die Finger hauen. Für die nächste Fahrt, waren wir auf jeden Fall gewarnt.

Unser Hotel lag am Rande der Altstadt, einem wahnsinnig belebten Viertel mit haufenweisen Geschäften, Bars, Restaurants und allem was das Herz so begehren könnte. Wir waren auf jeden Fall zufrieden mit dem Standort. Auch wenn es ein wenig laut war, da der Verkehr den ganzen Tag von mehreren Verkehrspolizisten mit Trillerpfeifen geregelt wurde und die Autofahrer dies überhaupt nicht so richtig interessierte. Interessantes Schauspiel.


Die Innenstadt von Mexiko City.


Unseren ersten Abend in der Stadt verbrachten wir hauptsächlich damit, eine Wäscherei zu finden und das stellte sich wirklich nicht als einfach dar. Wir landeten schlussendlich in einem nicht so angenehmen Viertel der Stadt und bis unsere Wäsche fertig war, war es auch schon fast wieder Zeit ins Bett zu gehen. Wir machten uns danach eigentlich nur noch auf die Suche nach etwas zu essen. Das wir dabei die besten Tacos aller Zeiten finden würden, konnten wir nicht ahnen. Wir hatten ja schon öfter gehört, dass Mexiko Stadt die Metropole des Streetfoods sein soll, aber das es so gut werden würde, damit hätten wir nicht gerechnet. Zwei Blocks von unserem Hotel entfernt, stand eine alte Omi mit einer riesengroßen Pfanne, platziert auf einem Holzkohlegrill, und bereitete allerlei Köstlichkeiten zu. Wunderbar.


Die Innenstadt von Mexiko City mit dem berühmten „Palacio de Bellas Artes“, dem Postoffice und zwei leckeren Empanadas. 


Am nächsten Tag streunerten wir durch die Stadt und verbrachten sehr viel Zeit mit Pläne schmieden. Wir wollten am Tag darauf unbedingt den Iztaccíhuatl-Popocatépetl Nationalpark besuchen. Wir gingen deshalb ein paar Snacks besorgen und dann relativ früh ins Bett, denn es sollte Morgens schon gegen 6 Uhr losgehen. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag mit wandern und einer grandiosen Aussicht. Und es sollte noch besser werden. Am Abend wollten wir ein bisschen Pulque trinken gehen und trafen dort auf drei Mexikaner, die reges Interesse an uns zeigten. Wir führten grandiose Gespräche, tranken Pulque, Bier, Tequila und schlossen neue Freundschaften. Elias, Gerry y Sami – Esta noche fué genial. ¡Muchos saludos!

Am nächsten Tag waren wir natürlich ein bisschen verkatert. Deshalb unternahmen wir das einzig sinnvolle an einem solchen Tag. Stadttour 😉 Zuerst ging es los zum „Mercado de Sonora“, ein riesiger, beeindruckender Markt auf dem man allerlei seltsames okkultes Zeug oder auch Haustiere kaufen kann. Es gab hier außerdem köstliche Tacos und fermentierten Ananassaft, welcher echt erfrischend schmeckt. Danach ging es weiter zum Stadtparkt „Alameda Central“ mit dem angrenzenden „Palacio de Bellas Artes“ und dem beeindruckenden Posthaus. Auf dem Weg dorthin, musste Sebi unbedingt „DoriLocos“ probieren. Wie der Name schon sagt, ist das ein ziemlich verrückter Snack. Dafür wird einfach eine Tüte Nachos an der Seite aufgerissen und haufenweise Limettensaft, Chillisoße, Salz, Gurken, NicNacs, Karotten und Weißkraut reingehauen. Im 7. Stock eines Kaufhauses gönnten wir uns dann einen Kaffee mit Blick auf den Park. Danach wollten wir unbedingt Churros essen und dafür gibt es in Mexiko Stadt nur „die eine“ Anlaufstelle, die Churreria „El Moro“. Wir machten uns mit unserer Beute auf zum Stadtpark „Chapultepec“, welcher mit einer Fläche von 4 km² der größte Park der Stadt ist. Wir setzten uns an einen kleinen See, bis der Park um 19 Uhr ganz pünktlich seine Tore schloss.


Der „Mercado de Sonora“ und unsere Ausbeute des Tages.


Glücklich und zufrieden trotteten wir zurück zu unserem Hotel, holten uns auf dem Weg noch ein paar Empanadas (Warum macht ein Kater eigentlich so hungrig?) und kuschelten uns in unser Bett. Denn am nächsten Tag ging es ganz pünktlich auf den Weg, um unser Flugzeug nach Guatemala zu erwischen.

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