Mexiko – Isla Mujeres

Die ersten drei Tage unserer Reise wollten wir unbedingt auf der Isla Mujeres verbringen. Eine kleine, gemütliche Karibikinsel, perfekt zum akklimatisieren und um den bösen Jet-Lag los zu werden. Wir fühlten uns hier so wohl, dass wir gerne noch ein bisschen länger geblieben wären. Daran war jedoch nicht nur die Insel selbst schuld, sondern auch unser Hostel.

Wir brauchten nur ungefähr 10 Minuten vom Hafen bis zum „Poc Na“. Wo vorher noch touristisches Gewusel war, befanden wir uns jetzt in einer kleinen, ruhigen Oase. Wir konnten direkt einchecken und bekamen für 380 Pesos (18 Euro) unser eigenes Doppelzimmer mit Meerblick. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig teuer, jedoch bekommt man einiges für sein Geld geboten. Jeden Morgen gibt es Yoga-Stunden um erfrischt in den Tag zu starten. Das Hostel hat ein eigenes kleines Restaurant und eine Bar, die sich unter einer riesigen Palapa befinden. Diese wird abends zum Treffpunkt der gesamten Hostel-Gemeinschaft, denn es gibt täglich Live-Musik, die kein einziges Bein still stehen lässt. Ab 23 Uhr eröffnet eine kleine Beach-Bar und dort kann dann so richtig gefeiert werden. Der Strandbereich ist sowieso das absolute Highlight des Hostels. Man kann dort den ganzen Tag in der Hängematte unter Kokospalmen den Klängen des Meeres lauschen.


Unser wunderschönes Hostel auf Isla Mujeres – Poc Na. 


Das Poc Na bekommt unsere klare Empfehlung. Wenn ihr einen Halt auf der Isla Mujeres einplant, dann besorgt euch unbedingt ein Zimmer. Für viele Leute ist das Poc Na der Inbegriff eines Hostels und auch wir waren absolut begeistert und wollten am liebsten gar nicht mehr weg.

Die Insel selbst besitzt einen unvergleichlich karibischen Charme. Wir haben an dem Tag nach unserer Ankunft erstmal den Playa Norte und die Straßen im Norden der Insel erkundet. Ein Bad im türkisblauen Meer war natürlich ein absolutes Muss.


Der Nordstrand von Isla Mujeres. Ein kleines karibisches Paradies.


Viele der Geschäfte auf der Isla Mujeres sind natürlich auf die Touristen ausgelegt, aber zwischendrin findet man immer wieder versteckte Perlen. So landeten wir an einem Abend in der Taqueria „Medina“, die hauptsächlich von Einheimischen besucht war. Dies ist natürlich immer das beste Indiz dafür, dass ein Lokal sehr gut ist. Wir hatten hier unsere ersten Tacos! Und sie waren großartig und scharf (höllisch scharf!!).

Am nächsten Tag machten wir uns auf um den Rest der Insel zu erkunden. In unserem Hostel wurden zwar Golf-Carts, Fahrräder und Roller vermietet, doch wir dachten uns, das Geld können wir sparen (Das war ein Fehler!). Auf unserem Plan standen die Schildkröten Farm, die Südspitze der Insel „Punta Sur“ und die „Hacienda Mundaca“. Wir nahmen uns ein Taxi zur Hacienda, von dort aus, sollte es dann zu Fuß weiter gegen Süden gehen.

Die Hacienda Mundaca ist ein altes Anwesen eines Piraten aus dem 19. Jahrhundert. Er legte für seine Geliebte einen Landschaftsgarten mitsamt exotischen Tieren an, in dessen Mitte eine Hacienda gebaut wurde. Was wir allerdings vorfanden, war ein eher post-apokalyptischer Anblick. Es gab scheinbar vor einigen Jahren ein kleines Aligatorproblem. Seit dem wurde kein Geld mehr in den Park investiert und man kann dem Verfall nun zusehen. Der Eintritt beträgt zwar nur 20 Pesos, aber wir finden nicht wirklich, dass es sich lohnt.


Die Hacienda Mundaca. Leider ein wenig in die Jahre gekommen. 


Ein wenig enttäuscht, machten wir uns auf zur Schildkröten Farm. Hier bekamen wir schon ein bisschen mehr geboten. Vor allem, da wir neben kleinen Baby-Schildkröten auch riesige Exemplare und sogar Walhaie beobachten konnten. Diese 30 Pesos lohnten sich.

Wir machten uns dann weiter auf, zum „Punta Sur“. Ein sehr langer Weg und bei dieser Hitze, kaum auszuhalten. Wir waren mehrmals dabei umzudrehen, aber schafften es dann doch. Für den Anblick, den wir geboten bekamen, hatte sich der lange Fußmarsch auch gelohnt.


Punta Sur. An diesem Ende der Insel ist das Meer ein wenig rauher. 


Völlig überhitzt, waren wir auf dem Rückweg auf der Suche nach einer Abkühlung. Leider sind alle Zugänge zum Wasser im Süden der Insel privat. Wir mussten also ein paar Pesos investieren und gingen in ein kleines Strandresort. Das war auch gar nicht mal so schlecht. Wir konnten endlich im Meer baden und es gab sogar ein kleines Korallenriff zu entdecken. So langsam neigte sich der Tag dann auch dem Ende. Wir schnappten uns ein Taxi und fielen glücklich ins Bett.

Unser persönliches Isla Mujeres Highlight: Eher durch Zufall entdeckten wir am Donnerstag Abend einen kleinen Markt, der scheinbar wöchentlich direkt neben unserem Hostel stattfindet.

Dort gab es neben Schmuck, Kunst und Essen auch Bier der einzigen Craft Beer Brauerei der Insel. Das Pale Ale war göttlich, eines der Besten, die wir je getrunken haben.


Jeden Donnerstag findet ein kleiner Markt auf der Isla Mujeres statt. Hier bieten lokale Künstler, Schmuckhersteler, Bierbrauer und viele andere Menschen ihre Ware an. 


So schnell verbringt man drei Tage auf einer karibischen Insel. Die Zeit dazwischen kann man füllen mit Yoga, Entspannung in der Hängematte, Wellen lauschen, Meer angucken, Tacos essen, Corona oder Kokosnüsse trinken, schwimmen gehen, sich die Füße verbrennen und und und…

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