Guatemala – Rio Dulce

Die vorausgegangenen Reisewochen waren sehr abenteuerlich und auch teilweise anstrengend. Deshalb wollten wir uns nun eine kleine Auszeit gönnen. Da unser nächstes Ziel Nicaragua hieß, stand uns sowieso eine nicht gerade kurze Reise bevor. Um nach Nicaragua zu kommen, muss man von Antigua aus über El Salvador und Honduras fahren. Eine ziemlich lange Fahrt. Ein paar Tage in der Natur konnten also keineswegs Schaden.

Auf dem Weg von Flores nach Antigua liegt einer der bedeutendsten Flüsse Guatemalas, der Rio Dulce. Wir machten uns also auf den Weg zum gleichnamigen Ort, bei welchem es sich eigentlich eher um eine Durchgangsort eines Highways handelt. Sehr laut und dreckig. Wir suchten dann so schnell wie möglich den Bootsanleger, bei dem es sich eigentlich um eine ziemlich coole Bar handelte.


Bootsanleger aka Sundog Bar. 


Der Barmann erledigte für uns einen Anruf und dreißig Minuten später wurden wir von einem kleinen Boot abgeholt. Nach fünfzehn Minuten Fahrt über den Rio Dulce kamen wir am dichten Mangrovenwald an, wo sich die Zufahrt zu unserem Hostel „Casa Perico“ befand.


Auf dem Weg zum „Casa Perico“.


Die Location ist absolut traumhaft. Ein Pfahlbau mitten im Sumpf. Natur pur und ausschließlich mit dem Boot zu erreichen.  Alleine die Geräuschkulisse ist ein Grund um dort zu übernachten, vor allem wenn es anfängt zu regnen und tausende von Frösche ein Konzert geben.


Bootsanleger am „Casa Perico“.


Auch hier schliefen wir wieder unter einem Palmendach, mitten im Wald. Moskitonetze ein Muss. Das Hostel wird von drei Schweizern geführt und das merkt man vor allem am guten Essen. Wir verbrachten drei Nächte im Mangrovenwald und genossen die atemberaubende Natur. Tagsüber konnten wir uns ein Paddelboot oder Kanu leihen, um zur nahegelegenen Schwimmplattform zu paddeln. Dort nahmen wir ein erfrischendes Bad im Rio Dulce und picknickten allerlei tropische Früchte. Zwei Nachmittage verbrachten wir in der gemütlichen Sundog Bar am anderen Ende des Flusses. Die riesengroßen Gläser Jamaica-Limonade (Hibiskus) sind einfach unübertroffen. Das Gesicht der einheimischen Kinder, als zwei trottelige Deutsche versuchten mit einem guatemaltekischen Kanu durch die Mangroven zu paddeln, war auch echt einmalig.


Río Dulce – Natur pur. 


 

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