Nicaragua – Zurück aufs Festland – Little Corn Island nach León

Der Rückweg von Little Corn gestaltete sich im Großen und Ganzen eigentlich ziemlich einfach. Aber ohne Komplikationen geht bei uns natürlich gar nichts. Wir hatten wirklich wunderbares Wetter, bis auf den letzten Tag auf der Insel. Vielleicht sollten wir ja noch nicht gehen?

Es regnete in Strömen und es stürmte heftig als wir mittwochs um 13 Uhr das Boot nach Big Corn Island nehmen wollten. Dieses Boot war die letzte Chance die Fähre nach Bluefields um 9 Uhr am Donnerstag zu erwischen. Es war ein ziemliches hin und her, denn zwei Jahre zuvor war eines der Boote von Little Corn nach Big Corn aufgrund von Stürmen gesunken. Seitdem kontrolliert die Marine den Bootsverkehr. Es war eine ziemliche Hangelei, bis wir die Erlaubnis zum Ablegen bekamen.

Unserer Meinung nach, hätten wir aber eigentlich nicht ablegen dürfen. Denn der Regen und der Sturm ließ nicht wirklich nach. Trotzdem befanden wir uns um 13 Uhr mit 25 anderen Menschen in dem kleinen Boot. Unser Regenschutz bestand aus einer schwarzen Plane, die wir über unsere Köpfe spannten. Die See war rau und wir wurden zwei Mal so stark von einer Welle getroffen, dass das Boot fast umkippte. Dies war wirklich eine dieser Momente, in denen wir kurz das Schlimmste befürchteten. Zum Glück sind wir gute Schwimmer. Doch die meisten Nicas können natürlich nicht schwimmen. Wir kamen in ganzen Stücken auf Big Corn Island an. Der Rest gestaltete sich eigentlich ziemlich problemlos.

Wir verbrachten eine Nacht in einem Hostel und legten morgens um 10:30 Uhr mit der Fähre ab. Die Rückfahrt war viel angenehmer, als die Hinfahrt. Keiner von uns wurde Seekrank.


Schon wieder Regen auf der Río Escondido. 


In Bluefields konnten wir auch sofort in ein Wassertaxi nach El Rama steigen. Dort fuhr dann zu unserem großen Verwundern ein Bus um 21 Uhr nach Managua. Wir hatten natürlich erst Zweifel, da wir so um 3 Uhr morgens in dieser furchtbaren Stadt ankamen. Doch der Busfahrer versprach uns, dass er uns ein sichers Taxi besorgen würde oder wir bis Sonnenaufgang im Bus verbleiben könnten. Die 4 Stunden bis zur Abfahrt des Busses verbrachten wir mit zwei anderen reisenden Pärchen.
Es war ein absolut genialer Abend. Gute Gespräche, Bier und eine grandiose Fischsuppe. Im Bus konnten wir dann gut schlafen und kamen um 3 Uhr in Managua an. Wie versprochen fuhr uns der Busfahrer sogar persönlich zum anderen Busterminal, wo wir dann eine Stunde später einen Bus nach León nehmen konnten.

So einfach kann es manchmal sein 🙂

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