Mit dem Segelboot nach Kolumbien – Teil 2

Die nächsten zwei Tage segelten wir von Insel zur Insel. Einige Inseln waren bewohnt, einige nicht und eine schöner als die Andere. Wir machten Entdeckungstouren, kauften Kokosnüsse von den Kunas, schwammen im türkisblauen Meer und gingen schnorcheln. Es gab jede Menge Korallenriffe mit Fischen, Rochen, Langusten und Tintenfischen zu entdecken.


Inselspaß.


Wenn wir nicht gerade auf einer der Inseln unterwegs waren, sprangen wir von der La Gitanita ins Wasser, sonnten uns auf Deck oder spielten mit dem Surfbrett. Wir hatten einfach nur super viel Spaß. An den Abenden führten wir tolle Gespräche, spielten Spiele. Der Trip war einfach nur perfekt. Auch das Boot lies keine Wünsche offen, die Kojen waren gemütlich und die Mahlzeiten von Cesar einfach nur köstlich.


Die La Gitanita und die unendliche Schönheit der San Blas Inseln.


Am Ende des vierten Tages  machten wir uns auf in Richtung Cartagena. Wir waren alle super gespannt auf das offene Meer. Zum Abschluss wurden wir nochmal mit einem der schönsten Sonnenuntergänge gesegnet und genossen einfach nur diesen wahnsinnigen Anblick. Wir hatten wirklich großes Glück, da das Meer sehr ruhig war. Es war kein Problem im Bug zu schlafen und einen großen Vorteil gab es auch. Unsere Kabine hatte eine eigene Lucke mit Treppe. Wir konnten also jederzeit nach draußen schauen. In der ersten Nacht wehte ein heftiger Wind und wir konnten mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Nacht segeln. Es war so ein wahnsinniges Gefühl aus der Lucke zu schauen. Das Schiff glitt über das Meer, keine Geräusche weit und breit. Wir hätten das wirklich stundenlang machen können.


Einfach traumhaft 😉


Am Tage saßen wir auf Deck und genossen den Fahrtwind. Delfine spielten mit dem Bug des Segelschiffes. Die Angelrouten waren ausgeworfen und wir hatten tatsächlich irgendwann einen riesigen Thunfisch am Haken. Es wäre ein super Abendessen gewesen, wenn sich nicht plötzlich ein ungefähr 6 Meter langer Hai ¾ unseres Fisches einverleibte. Die Aufregung auf Deck war natürlich groß. Ein Erlebnis fürs Leben. Der Rest des Fisches reichte wenigstens noch für Sashimi und ein bisschen Ceviche. Es war natürlich einfach nur köstlich und ein guter Zusatz für unser Abendessen.


Die Delfine spielen mit dem Bug. 


Die darauffolgende Nacht war tatsächlich ein wenig heftiger. Wir sind mehrmals aufgewacht, weil das Schiff ziemlich hart auf das Wasser knallte. Wir rollten die ganze Nacht auf unserem Bett von einer Seite zur Anderen. Am Morgen erreichten wir dann endlich Cartagena. Wir brauchten ungefähr 30 Stunden von den Inseln bis nach Kolumbien, eine absolut gute Zeit.


Die besten Sonnenuntergänge erlebt man auf dem offenen Meer.


Am letzten Morgen gab es nochmal ein super Frühstück und wir blieben noch ein paar Stunden auf dem Boot, bevor es dann mit zwei Dingis in Richtung Festland ging. Der Abschied war nicht gerade traurig, denn wir verabredeten uns direkt für den Abend auf ein paar Bier im Mamallena Cartagena.


Cartagena. 


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